So fing alles an

Im Frühling 2003 wurde von interessierten Eltern unter dem Logo des Vereines Viva und des Elternvereines eine erste Bedürfnisabklärung durchgeführt. Schon damals zeigte sich eine deutliche Nachfrage nach einem Kinderhort. Die bestehende Kinderkrippe ist ausgelastet. Eine ergänzende, ausserfamiliäre Kinderbetreuungsmöglichkeit für Kinder ab dem Kindergartenalter bis Abschluss Volksschule gab es nicht.

Ruth Guldenschuh, die von Anfang an die „Hort-Idee“ verfolgte, suchte unbeirrbar nach weiteren Leuten, die sich zur Aufgabe machen wollten, einen Kinderhort auf die Beine zu stellen. Sie infizierte auch Tony Meier.

Ende 2003 gab die Bäckerei Schneider ihren Betrieb auf. Die Liegenschaften Obergass 33 und 35 wurden von Tony Meier gekauft. Die Räumlichkeiten mussten neu genutzt werden. Da Tony Meier auch von der Notwendigkeit eines Kinderhortes in Eglisau überzeugt war, bot er uns die Räumlichkeiten, die noch komplett unrenoviert waren, zu sehr guten Konditionen an. Die grossen, freundlichen, zentral gelegenen Räume zeigten sich als sehr geeignet für diesen Nutzungszweck.

Interessengruppe

Zunächst bildete sich eine Interessengruppe:
Ruth Guldenschuh die Initiantin, Elisabeth Villiger, Martin Dietschi und Andrea Nussbaumer. Cristina D’Aqcuisto, Irene Frech, Ingrid de Heer und Selwyn Sampson unterstützten uns bei der Erstellung des Grundkonzeptes. Die Idee nahm langsam Formen an. Da hatten sich jetzt Leute gefunden, die einen Hort auf die Beine stellen wollten.

Die ersten nötigen Informationen holten wir uns beim Vorstand des Kinderhortes
Rafz. Rafz stand damals kurz vor der Eröffnung ihres Hortes: Wie geht man vor? Was braucht es alles? Danke nach Rafz für die freundliche Unterstützung. Dieser Dank geht besonders an Jacqueline Stamm.

Mittelbeschaffung

Der Bund stellt Gelder zur Verfügung, mit denen neue Kinderkrippen und Kinderhorte in der Aufbauphase unterstützt werden sollen. Für die erfolgreiche Beantragung der Gelder gibt es jedoch zwingende Voraussetzungen: Nur eine Non-Profit-Organisation kann diese Gelder beantragen. Neben den offiziellen Behörden kommt hier zum Beispiel ein Verein als eine mögliche Organisationsform in Frage. Ausserdem fordert der Bund einen Finanzierungsplan für 6 Jahre und verlangt eine Defizitgarantie.

Organisation

Da wir davon ausgehen mussten, dass uns die Arbeit nicht von einer Behörde abgenommen werden würde, suchten wir weiter nach möglichst qualifizierten Leuten, mit denen wir einen Verein gründen könnten. Die erneut im März 04 durchgeführte Bedürfnisabklärung zeigte wiederholt einen klaren Bedarf nach einem Kinderhort in Eglisau. Im März 2004 übernahm Jacqueline Oesch Häberli das Aktuariat. Seither waren unsere Protokolle nicht mehr so chaotisch und auch unsere Briefwechsel und das Erscheinungsbild der Administration wurden sehr liebevoll und professionell gestaltet.

Neuerdings mussten wir uns mit einer genauen Pendenzenlisten herumschlagen,
was die Arbeitsmoral jedoch noch einmal enorm steigerte. Seit März 04 haben wir unser schönes Logo, welches uns von Thomi Heller entworfen und gesponsert wurde. Der Name hat uns beschwingt. Wir wollten eine runde Sache formen. Das Ergebnis sollte einer kleinen Weltkugel für unsere Kinder gleichen, der Hort etwas repräsentieren, das in Bewegung ist und Schwung hat.

Im April 2004 haben wir dann Frank Oberhuber als idealen Kandidaten für die Position als Kassier gewinnen können. Frank erstellte den zeitaufwändigen, konservativ gehaltenen und detaillierten Finanzplan 2004-2010.

Information Bevölkerung

Von jetzt an ging es um Information. Erstmals informierten wir die Bevölkerung von Eglisau am Frühlingsmarkt April 04 über unser Vorhaben. Nachdem wir uns immer weiter in das Thema eingearbeitet, uns über die Notwendigkeit und Belange von Kinderhorten informiert und einen genauen Projektplan erstellt hatten, stellten wir unser Projekt zunächst der Schulpflege (04.05.04) und dann dem Gemeinderat (24.05.04) vor. Dabei wurden wir professionell von Syl Edelmann unterstützt. Syl Edelmann, die selber jahrelang an der Schule für Soziales in Zürich Hortnerinnen ausgebildet hat. Frau Edelmann stellte den Hort aus pädagogischer Sicht vor, auch unterstützte sie uns später bei Vorstellungsgesprächen für die Hortleitung. Danke an Syl.